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Unter dieser Rubrik findet Ihr Information rund um Gesundheit und Leistungssport. Es geht um Trainingsprinzipien, sportphysiologische Themen und alles was uns sonst noch interessant erscheint.
Slacklining - Sport-Spa? mit wichtigem Trainingsinhalt! |
| Posted by LA TSV Admin (latsv_admin) on 05.12.2008 at 15:22:52 |
Vielleicht habt Ihr das gelegentliche ?Seiltanzen? neben dem Geräteschuppen im vergangenen Jahr schon beobachtet. Oder die Stabhochspringer wie sie bei unserer Veranstaltung im Sportzentrum über die Slackline (auf deutsch: schlaffes Seil) balanciert sind. Wir haben seit einigen Monaten nun Erfahrung damit gemacht und möchten Euch über den Sinn dieser Trainingsform informieren.
Die Medizinforschung befasst sich schon seit längerem mit den Auswirkungen unserer Lebensbedingungen auf den Bewegungsapparat. Nicht nur, dass wir zu ?Sitzlingen? mutiert sind, sondern inzwischen auch nur noch geebnete Wege gehen beeinflusst mit Sicherheit die Voraussetzungen unserer Schüler und Jugendlichen für sportliche Leistungen. Denn, wie wir wissen, passt sich der Körper den Belastungen an, die ihm abverlangt werden. Im positiven natürlichen, als auch im negativen Sinn. Für Leichtathleten, wie für andere Sportler, ist ein gut funktionierendes Proprio-Rezeptorensystem eine wichtige Voraussetzung für Leistung.
Propriorezeptoren sind Sinneszellen, die sowohl innere mechanische Einwirkungen auf Spannungszustände in Muskeln und Sehnen aufnehmen und an Rückenmark und Gehirn weiterleiten. Propriorezeptoren kontrollieren Stellungen und Bewegungen unserer Körperteile. Diese Repzeptoren werden durch Muskeldehnung gereizt. Die motorische Reaktion findet innerhalb des Muskels oder der Sehne statt. So werden Stellungen (Stellungen der Gelenke = Stellungssinn), Bewegungen einzelner Körperteile (Gelenkbewegungen = Bewegungssinn) und das Ausma? an Muskelkraft für eine Bewegung oder das Halten einer Gelenkstellung (= Kraftsinn) vom Nervensystem selbst gesteuert und kontrolliert. Von dieser Tiefensensibilität hängt es ab, ob Bewegungsabläufe sicher, genau und mit dosiertem Krafteinsatz gesteuert werden können. Die Propriorezeptoren in den Muskeln und Sehnen spielen also bei der Wahrnehmung von Gelenkstellungen und -bewegungen die Hauptrolle. Und genau deshalb ist diese ?Tiefensensibilität? eine wesentliche Voraussetzung für gute sportliche Leistungen in jeder Disziplin. Die neuromuskuläre Reaktionsbereitschaft der stabilisierenden Muskulatur wird verbessert oder wieder hergestellt und sichert damit aktiv das Gleichgewicht und die Stabilität des gesamten Körpers.
Die Frage, die sich vor allem im Training von Schülern und Jugendlichen stellt ist: Wir können wir die Tiefensensibilität überhaupt schulen und wie können wir die ?bung ins ohnehin schon zeitlich begrenzte Training einbauen?
Eine der Möglichkeiten ist der Einsatz einer Slackline. Diese Form haben wir Bergsteigern zu verdanken, die Slacklining zum Spa? begannen, aber schnell den Trainingseffekt für sich entdeckten. Inzwischen hat das Slacklining bereits Trendsport Status, was die Akzeptanz bei unseren Schülern und Jugendlichen fraglos fördert. Unter dem Stichwort ?slackline? findet man bei youtube.com unzählige hochinteressante Videos, die zeigen, was mit und auf der slackline alles gemacht werden kann. Alternativ dazu ist die Website www.gibbon-slacklines.com zu empfehlen.
Wir haben die Slackline seit einigen Wochen beim TSV regelmä?ig in Einsatz und schicken zum Ausklang des Trainings unsere Leichtathleten auf das Seil. Die Lernkurve verläuft in den ersten ?bungstagen recht flach, um dann aber deutlich anzusteigen. Die Herausforderung beim Spiel mit dem Gleichgewicht fördert darüber hinaus den sozialen Kontakt unter den Athleten, die sich gegenseitig bei den ?bungen helfen und Tipps geben. Eine 15m Slackline (gelb) haben wir im Geräteschuppen deponiert. Bei durchschnittlichem technischem Verständnis kann sie jeder schnell auf- und wieder abbauen. Wer die Slackline einsetzen möchte und Hilfe braucht, darf sich gerne bei uns melden. Probiert es mit Eurer Gruppe aus. Ihr tut nicht nur etwas für bessere sportliche Leistungen, sondern fördert auch die Gesundheit unseres Nachwuchses.Â
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