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Unter dieser Rubrik findet Ihr Information rund um Gesundheit und Leistungssport. Es geht um Trainingsprinzipien, sportphysiologische Themen und alles was uns sonst noch interessant erscheint.

Wenn ein Sportler krank ist...

Posted by LA TSV Admin (latsv_admin) on 05.12.2008 at 15:32:47
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Wer gesundheitlich angeschlagen ist, sollte sich nicht belasten und eine Pause einlegen. Wer trotzdem trainiert, setzt sich einem unnötigen Risiko aus. Die mögliche Folge: Der Tod. Das klingt für Diejenigen, die trotz Krankheit trainieren sicher übertrieben. Ist doch bisher alles immer gut gegangen. Lasst Euch gesagt sein: Es gibt gute Gründe, weshalb wir Euch immer wieder auffordern bei Krankheit lieber zuhause zu bleiben, Euch zu schonen, damit Ihr schnell wieder gesund werdet. Für alle die beim Lesen leichter lernen als beim Zuhören war Dagmar so freundlich und hat ein paar Fakten zum Thema zusammengestellt und erläutert.

Keinesfalls bei Fieber trainieren!
Als Fieber gilt eine erhöhte Temperatur von >37,4C°. Die Auslöser des Fiebers sind meist Bakterien oder Viren, welche der Körper unter erhöhter Körpertemperatur bekämpft. 
Jede Infektionskrankheit ist für den Körper eine Stresssituation. Die wei?en Blutkörperchen erkennen den Erreger und bekämpfen ihn durch Vermehrung der Abwehrzellen und durch die Produktion von Antikörpern, also Eiwei?en für die Abwehr von Erregern. Eine höhere Körpertemperatur schafft dabei in der Regel bessere Verhältnisse für die Abwehrzellen, aber schlechtere Bedingungen für die Krankheitserreger.

Absolutes Sportverbot bei Lungen-, Fieber- und Gliederschmerzen!
Ist die Lunge betroffen und sind Fieber oder Gliederschmerzen im Spiel, gilt ein striktes Sportverbot. Bettruhe ist angesagt. Haltet Dich daran, denn sonst droht eine ?berlastung des Herzmuskels. Wer gesundheitlich angeschlagen ist, sollte eine Pause einlegen. Wer trotzdem trainiert, setzt sich einem unnötigen Risiko aus. Die mögliche Folge: Dauerhafte Herzschädigungen oder gar Tod. Es gibt leider immer wieder solche Fälle. Im Leistungs- und Breitensport führte eine Entzündung des Herzmuskels mehrmals zum Herzstillstand. So geschehen bei Leichtathleten, einigen Fu?ballspielern und im Eishockeysport. Plötzlich brach ein Athlet zusammen und alle Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos.

Der Herzmuskel
Bei sportlicher Aktivität, muss der Herzmuskel mehr Blut und Sauerstoff durch den Körper pumpen als sonst. Das bereits angeschlagene Immunsystem wird zusätzlich geschwächt. Grippeviren können den Herzmuskel angreifen. Eine Herzmuskelentzündung kann die Folge sein.

Myokarditis
Unter Myokarditis versteht man die Entzündung des Herzmuskels. Diese kann entweder den Herzmuskel oder auch den Herzbeutel betreffen. Die Kontraktionsfähigkeit des Herzens nimmt ab. Es kommt zu einem Leistungsabfall und zur Schwächung des Herzens.

Symptome bei Myokarditis
Der Verlauf einer Herzmuskelentzündung ist sehr unterschiedlich. Von Symptom- Losigkeit bis hin zu schweren Verläufen, die tödlich enden können. Schwäche, Müdigkeit, Gliederschmerzen und Kurzatmigkeit sind typische, aber sehr unspezifische Symptome, da diese auch bei anderen Erkrankungen auftreten. Oft kommt es auch zu Herzrasen, -stolpern, - klopfen oder ?schmerzen. Ein Atemweginfekt tritt manchmal ein bis zwei Wochen vor den Herzbeschwerden auf.


Wann darf bei Krankheit wieder trainiert werden?
Der gesunde Menschenverstand zu wahren und die eigene Gesundheit in den Vordergrund zu stellen ist ein guter Ratgeber. Meistens ist es ohnehin unangenehm bei einem Infekt zu trainieren. Da lässt man es doch auch am Besten bleiben, so genesen wir am Schnellsten. Ist die Krankheit nur mit der Konsultation beim Arzt zu bekämpfen (Antibiotika, usw.) so ist die Trainingswiederaufnahme zu besprechen, da je nach Medikament eine Erholungszeit vorgeschrieben ist.
Bei leichtem Schnupfen oder Husten (normale Temperatur) besteht eigentlich kein Grund, nicht zu trainieren. Leichtes Training in den aeroben (Training der Ausdauer, langsames Laufen, leichtes Joggen) Bereichen wird unser Immunsystem gestärkt, bei anaeroben Einheiten (Tempoläufe..) werden die Abwehrkräfte vorübergehend (1-2h nach dem Training) stark gemindert und sind deshalb nicht empfehlenswert.
Leicht erhöhtes Husten (Mechanismus der Lunge) nach dem Training ist normal, sollte aber nicht lange andauern. In diesen Fall sind Trainings im Pulsbereich der Intensitätsstufe 1-2 zu absolvieren.
Nach einem Infekt so viele fieberlose Tage als Pause einlegen, wie das Fieber gedauert hat. Die mindest Wartezeit nach den Fieber beträgt auf jeden Fall >2 Tage. Im Zweifelsfall immer den Arzt konsultieren.
Auswirkungen der Krankheit auf die Fortsetzung des Trainings
Die Auswirkungen auf das Training sind bei unter zweiwöchiger Zwangspause meist geringfügig, kann sich aber bei längerer Dauer zu massiver Verschlechterung von Kraft und Ausdauer steigern. Daher ist es ratsamer, bei einer sich anzeichnenden Grippe einen kurzen Trainingsstopp von einigen Tagen einzulegen, als die Grippe zu "verschleppen" und dann für länger auszufallen!
Das Auftrainieren der Leistungsmindernden Krankheit dauert etwa die gleiche Zeitspanne, wie vom Krankheitsbeginn zur vollen Genesung.
Ab ca. der vierten Krankheitswoche nimmt die Zeit des Auftrainierens progressiv zu. Abhängig ist dies von der zuvor trainierten Grundlagenausdauer. Athleten mit einer sehr guten Grundlage erholen sich um einiges schneller, als ungenügend trainierte Menschen. Athleten mit jahrelangem Grundlagentraining haben (nicht nur hier) deutliche Vorteile.
Gerade nach einer längeren Krankheit ist es wichtig, sich des Grundlagentrainings zu erinnern, da der Körper und vor allem auch das Herz (und somit das Herz-Kreislauf-System) eine zum Teil erhebliche Reduktion der Muskeln erfährt.


Fazit: Seid klug, hört auf Euren Körper und geht sorgsam mit ihm um. Nur wenn Du gesund bist macht Leichtathletik wirklich Spa?.

Dagmar  

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